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Bad Soden am Taunus aktuell

von Freitag, 22. Mai 2020


Ab Juni starten wieder einige städtische Führungen

virus
Aufgrund der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie starten ab Juni wieder einige Führungen in Bad Soden am Taunus. Welche genau das sind, erfahren Sie heute im weiteren Verlauf dieses Newsletters. Bitte beachten Sie, dass man sich hierfür ab sofort telefonisch anmelden muss.
Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie ebenfalls in diesem Newsletter.
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Weitere Meldungen

Sportstätten sind derzeit nur für den Vereinssport und unter strengen Auflagen geöffnet

sportDa sich die Anfragen aus der Bürgerschaft häufen, möchten wir heute noch einmal kurz klarstellen, dass die städtischen Sportstätten derzeit nur für den Vereinssport und unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen geöffnet werden können. Am 07. Mai 2020 hat die Hessische Landesregierung die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“ beschlossen. Gemäß dieser Verordnung dürfen Sportstätten und Sporthallen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Hierzu zählt insbesondere, dass 

-der Sport kontaktfrei ausgeübt wird,

-stets ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen eingehalten wird,

-Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden und

-der Zutritt zur Sportstätte unter Vermeidung von Warteschlangen erfolgt. 

Aufgrund dieser Konstellation können die städtischen Sportstätten außerhalb des Vereinssports aktuell noch nicht geöffnet werden, da die Auflagen nicht kontrolliert werden können. Beim Vereinssport hingegen kann die Einhaltung dieser Auflagen durch die Trainer und Übungsleiter sichergestellt werden. Darüber hinaus erstellen die Vereine für jede Übungsstunde Teilnehmerlisten, die im Krankheitsfall die Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises ermöglichen.

Foto: stock-adobe.com
Blüten-Reiche für Insekten: Wildstaudenbeete in Bad Soden am Taunus bepflanzt

bienenv.l.n.r.: Kreisbeigeordnete Madlen Overdick, Barbara Helling (Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e.V.) und Bad Sodens Bürgermeister Dr. Frank Blasch legten am vergangenen Dienstag selbst Hand an, um bei der Bepflanzung der neuen Blüten-Reiche rund um den Wasserturm-Kreisel behilflich zu sein.

Eine vielfältige Insektenwelt benötigt eine vielfältig blühende Landschaft. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sind allerdings Hecken, Gehölze, Wiesen und Feldraine, die Insekten, Kleinsäugern und Vögeln Lebensraum boten, immer weiter zurückgedrängt worden. Dies hat zur Folge, dass auch die Zahl der Insekten dramatisch abnimmt. Der Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e.V. als Landschaftspflegeverband will mit seiner Initiative „Blüten-Reiche für Insekten“ dieser Entwicklung entgegenwirken und legt gemeinsam mit Vertretern der Kommunen Wildstaudenbeete an, um den Insekten Lebensraum und Nahrungsgrundlage zu bieten. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, seien die Wildstaudenbeete ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt und zum Artenschutz.
Am vergangenen Dienstag, 19. Mai 2020, wurde im Beisein von Kreisbeigeordneter Madlen Overdick, Bürgermeister Dr. Frank Blasch und Barbara Helling (Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e.V.) das Blüten-Reich mit heimischen Wildstauden rund um den Kreisel am Wasserturm angelegt. Das Team der Stadtgärtnerei hatte das Beet bereits präpariert, so dass Margeriten, Mädesüß und wilder Majoran direkt eingesetzt werden konnten.
Der Verein Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst übernimmt dabei die Kosten für die Anschaffung der Wildstauden - die jeweilige Kommune ist im Anschluss für die weitere Pflege zuständig. Bad Soden am Taunus ist bereits die fünfte Kommune im Main-Taunus-Kreis, in der Blüten-Reiche für Insekten angelegt wurden.

"Bereits seit einigen Jahren werden geeignete städtische Grünflächen aus der Intensivbewirtschaftung herausgenommen und zusätzliche Blühstreifen angelegt, um die Lebensgrundlagen für Insekten wieder zu verbessern. Ich freue mich, dass wir mit Unterstützung des Naturlandschaft und Streuobst e.V. am Kreisel am Wasserturm nun ein weiteres Projekt in diesem Sinne umsetzen können", so Bürgermeister Dr. Frank Blasch.

Wenn Sie in Ihrem Garten ebenfalls ein Wildstaudenbeet anlegen möchten, finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.streuobst-mtk.de hilfreiche Tipps und Infos. 
Sperrung in der Dachbergstraße

Von Mittwoch, 27. Mai 2020, bis voraussichtlich Freitag, 29. Mai 2020, ist die Dachbergstraße ist in Höhe der Hausnummer 48 voll gesperrt. Hier wird ein Lichtmast ausgetauscht. Die Einbahnstraßenregelung ist in diesem Bereich während der Arbeiten aufgehoben.     
Fragen beantwortet die Abteilung Sicherheit, Ordnung und Prävention unter der Telefonnummer +49 6196 208-182.
Sprechstunde mit Bürgermeister Dr. Frank Blasch

bgm
Ab sofort können Sie Ihren persönlichen Termin für die nächste Sprechstunde
mit Bürgermeister Dr. Frank Blasch am Mittwoch, 17. Juni 2020, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr, im Bürgerbüro im Paulinenschlößchen  (Kronberger Straße 1), unter der Telefonnummer +49 6196 208-101 sowie unter der E-Mail-Adresse ilka.bobowski@stadt-bad-soden.de reservieren.









Beliebte Vornamen 2019 in Bad Soden am Taunus: "Emilia" und "Jonas" hatten  die Nase vorn

infoEmilia, Lea und Jonas waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen, die im Bad Sodener Standesamt registriert wurden. Dicht gefolgt von Amelie bei den Mädchennamen und Noah bei den Jungs. Ebenfalls auf den vordersten Rängen konnten sich Lina, Charlotte, Emma und Lena sowie Liam, Emil, Felix und Leon behaupten. Als Zweitname besonders beliebt sind Sophie und Marie sowie Alexander und Elias. Insgesamt wurden im Jahr 2019 1224 Kinder im Bad Sodener Standesamt registriert. 694 davon tragen nur einen Namen, 486 zwei Vornamen und 44 können sich über drei und mehr Vornamen freuen.

Foto: stock-adobe.com
Bad Soden am Taunus bleibt auch weiterhin Fairtrade-Stadt

fairtrade
Die Zertifizierung von Bad Soden am Taunus als Fairtrade-Stadt wurde um zwei weitere Jahre verlängert. Diese gute Nachricht erreichte die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen des Steuerkreises Fairtrade mitten in den Beschränkungen der Corona-Pandemie, die Veranstaltungen jeglicher Art bereits seit mehreren Wochen unmöglich machen. 

Kriterien werden alle zwei Jahre überprüft
Zur Bestätigung des Titels muss jede Fairtrade-Stadt nachweisen, dass sie sich nach wie vor für den fairen Handel stark macht. Die Bad Sodener Stadtverwaltung nutzt beispielsweise Fairtrade-Kaffee oder -Tee bei internen Besprechungen, eine Vielzahl von Geschäften und Cafés in der Stadt bietet faire Waren an und mit Veranstaltungen wie den „Fairen Kaffeepausen“ oder einem Stand mit fairen Waren auf dem Messer-Weihnachtsmarkt informiert der Steuerkreis Fairtrade immer wieder über den fairen Handel. Zudem hat sich die städtische Kita Sonnenburg als „Faire Kita“ beworben und steht kurz vor der Zertifizierung.

Keine Veranstaltungen aufgrund der Corona-Krise
Aufgrund der Corona-Krise fiel die für März geplante Kaffeepause auf dem Samstagsmarkt aus und auch die Planungen für eine Veranstaltung zum Thema „Faire Kleidung“ wurden zunächst verschoben und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Auf den Seiten von Transfair Deutschland e.V. unter www.fairtrade-deutschland.de kann man sich aber jederzeit ausführlich über die Probleme und Herausforderungen der Textilproduktion, angefangen von der Baumwollproduktion bis hin zu den komplexen Lieferketten, informieren. In dem kurzen Film „Fair Fashion ist möglich: Menschenrechte sichern, Umwelt schützen!“ wird gezeigt, wie faire Produktion entlang der Lieferkette funktioniert.

Foto: Bürgermeister Dr. Frank Blasch mit der Urkunde zur Erneuerung des Titels von Bad Soden am Taunus als Fairtrade-Stadt. Aufgrund der Corona-Krise gibt es in diesem Jahr keine Feier und die Urkunde wurde der Kommune per Post zugestellt.   
Kostenfreie Stadtführung am Samstag, 06. Juni 2020

sodenFür Samstag, 06. Juni 2020, lädt der Magistrat der Stadt Bad Soden am Taunus wieder zu einer kostenlosen Stadtführung mit Gästeführer Helmut von der Lahr ein. Wer sich für die Kur- und Quellenhistorie, prominente Kurgäste und die Architektur Bad Sodens interessiert, sollte sich unter der Telefonnummer +49 6196 208-415 anmelden, da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist.
Bei der Anmeldung wird auch der Treffpunkt für den  06. Juni 2020 bekanntgegeben. zurück
Führung durch den Alten Kurpark am Sonntag, 14. Juni 2020

roller Der rund 42.000 Quadratmeter große und im Jahr 1820 angelegte Alte Kurpark   im Herzen von Bad Soden am Taunus ist seit Jahrzehnten nicht nur der   Schauplatz zahlreicher Feste, sondern beheimatet auch viele wertvolle   Bäume. Wer mehr über Götterbaum, Amberbaum, Himalaja-Zeder, Kaukasische   Flügelnuss oder den letzten Vertreter aus der Jura-Zeit vor 180 Millionen Jahre –   den Ginkgo – wissen möchte, der wird vom Fachagrarwirt für Baumpflege,   Torsten Roller (Foto), am Sonntag, 14. Juni 2020, 11:00 Uhr, viel Interessantes über Herkunft und Charakteristika dieser Gehölze erfahren. Die Teilnahme ist auf 20 Personen begrenzt.
Bei der Anmeldung unter der Telefonnummer +49 6196 208-415 wird auch der Treffpunkt bekanntgegeben.
Minigolf-Saison startet am morgigen Samstag, 23. Mai 2020

Ab morgigen Samstag, 23. Mai 2020, können begeisterte Minigolfer ab 11:00 Uhr wieder auf dem Minigolfplatz im Alten Kurpark den Schläger schwingen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 5,00 €, Kinder bis 11 Jahre zahlen
3,00 €. Geöffnet ist der Platz - je nach Witterung - bis September.
Kräuterführungen mit Regine Ebert am Freitag, 26. Juni 2020

Ab Freitag, 26. Juni 2020, werden wieder die Kräuterführungen mit Regine Ebert stattfinden. Wer mehr über Wildkräuter und deren Wirkung als Prophylaxe bei zahlreichen Erkrankungen erfahren möchte, kann sich unter der Telefonnummer +49 6196 208-415 anmelden. Die Teilnehmerzahl ist pro Führung (16:00 Uhr, 17:00 Uhr und 18:00 Uhr) auf 10 Personen begrenzt. Bei der Anmeldung wird auch der Treffpunkt bekanntgegeben.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Stadtbüchereien sind wieder für Sie geöffnet
Die Stadtbüchereien sind für Sie geöffnet: Medien können vorab bestellt werden
Die Bad Sodener Stadtbüchereien sind seit Anfang Mai wieder mit kleinen Einschränkungen geöffnet. 
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Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienevorschriften
Auf Hinweisschildern werden die Nutzer aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz – also eine Maske – zu tragen. Der Zugang in die Bücherei wird zudem von Mitarbeitern geregelt, um dafür zu sorgen, dass sich maximal zwölf Personen in die Stadtbücherei im Badehaus und drei in die Bücherei im Stadtteil Neuenhain aufhalten. Außerdem sind die Besucher aufgefordert, einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Besuchern einzuhalten. Zusätzlich werden die Laufwege mit Bändern vorgegeben, stehen Körbe für das Sammeln von Medien bereit und wurden transparente Trennwände am Ausgabetresen errichtet.  

Gewünschte Medien können vorab bestellt werden
Auch gut funktioniert, die gewünschten Medien vorab zu bestellen.
Wer bis 17:00 Uhr seine „Wunschliste“ telefonisch oder per E-Mail (stadtbuecherei@stadt-bad-soden.de) durchgibt, kann am folgenden Tag zum Abholen kommen. 

Für weitere Informationen steht das Team der Stadtbücherei im Badehaus unter der Telefonnummer
 + 49 6196 208-255 und in Neuenhain unter -362 gerne zur Verfügung.

Zu den Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Bad Soden am Taunus

Sodens berühmte Kurgäste: Heute Richard Wagner - zurück aus der Verbannung

wagner

Ein weiterer Besucher Sodens, der aber streng genommen nicht zu den Kurgästen gezählt werden darf, ist der Komponist und Dirigent Richard Wagner (1813-1883). Grund seines Besuches vom 12. auf den 13. August 1860 war die Hoffnung, die Einwilligung zur Scheidung von seiner Frau Minna, geb. Planer, zu erhalten, die mit ihrer Freundin Mathilde Schiffner in Soden kurte. Allerdings lehnte diese ab, so dass Wagner die beiden Tage in Soden im Nachhinein als „unerfreulich“ bezeichnete. 
Wagner nahm, weil im Logierhaus Saxonia bei Familie Carl Jung – wo seine Frau Quartier genommen hatte – kein Platz mehr war, im Nachbarhaus ein Zimmer (heutiges Pfarrhaus, ehemals Hauptstraße, heute Zum Quellenpark 28).
An beiden Häusern findet sich eine Gedenkplakette, die auf den Aufenthalt Wagners in Soden hinweist. Dies ist insofern nicht falsch, da die beiden Gebäude einst verbunden waren und einer Familie gehörten. Die Tafeln berichten von Wagners erster Nacht auf deutschem Boden. Der Künstler war nach seiner Teilnahme am gescheiterten Dresdner Mai-Aufstand 1849 steckbrieflich gesucht
                                                                                                              Rudolf Schucht, Richard Wagner nach einer                                                                                                                                  Fotografie von Hanfstengel, 1983

worden und hatte sich den Behörden durch Flucht ins Ausland entzogen. Wagner erhielt im August 1860 aufgrund einer Teilamnestie durch den sächsischen König wieder die Möglichkeit, deutschen Boden zu betreten.
Als bekannt wurde, dass ein so berühmter Komponist und Kapellmeister in Soden zu Gast war, spielte ihm die Kurkapelle unter Leitung von Ferdinand Pöpperl ein Ständchen. „Wagner dankte“, soso der dabei anwesende Lehrer Presber in seinen Erinnerungen „in einer an die Musikkapelle und das zahlreich herbeigeeilte Publikum gerichteten Ansprache für die Ehre und bemerkte, er sei kein Freund von Ovationen, diese aber sei ihm umso wertvoller, als sie die erste größere Begrüßung bilde, die ihm bei der Rückkehr ins Vaterland nach elfjähriger Verbannung dargebracht wurde.“ Nach Erinnerung des Lehrers Presber trug Wagner dunkle Kleidung und als Kopfbedeckung ein dunkelgrünes Samtbarett.

wagnerneuDie Häuser Zum Quellenpark 28 und 30. Auf beiden findet sich eine Plakette zu Wagners Soden-Besuch.
Beide Abbildungen stammen aus dem Stadtarchiv Bad Soden am Taunus.


Richard Wagner wurde immer wieder in Verbindung mit einem Foto gebracht, dass angeblich seine Anreise am Sodener Bahnhof zeigt. Allerdings kann Wagner 1860 nicht mit der Bahn angereist sein, da die (in der Tat sehr frühe) Bahnlinie Soden-Höchst zwischen 1859-1863 stillgelegt war. Die alte Fotografie zeigt die Lokomotive mit der Nr. 18 auf dem Schornstein nach deren Umbau zur Tenderlok 1865 (vorher trug der Zug die Nr. 54). Die Aufnahme kann also erst nach 1865 entstanden sein und hat somit mit Wagners Besuch in Soden nichts zu tun.
Sodener Frühlingsspaziergang Teil 7: Der Bad Sodener Bahnhof

Vor dem Schneckenbrunnen (Neuer Kurpark) überqueren wir die Salinenstraße und betreten den Bahnhofsplatz. Zwischen den modernen Townhouses, dem Firmengelände der Messer Group, der abstrakten Skulptur „Drei Grazien“ von Ewerdt Hilgemann und dem restaurierten Bahnhofsgebäude stehend kann man sich heute kaum mehr vorstellen, dass Soden bereits ab 1847 über eine Bahnverbindung nach Höchst verfügte – die zweite Nebenstrecke Deutschlands!

bahnhofDamals entstand auch ein erstes Bahnhofsgebäude mit einer offenen Halle in der Mitte und zwei ebenerdigen Anbauten rechts und links. Um 1910 wurde das veraltete Bahnhofsgebäude modernisiert: Die offene Halle machte einem geschlossenen Empfangsgebäude Platz. Der Uhrturm (Treppenturm) und die klassizistischen Gestaltungselemente verleihen dem Gebäude bis heute einen einheitlichen Gesamteindruck. 2011 erwarb die Firma Messer das Gelände und sanierte 2014 das alte Bahnhofsgebäude aufwändig.
                                                                  Der Sodener Bahnhof um 1900.

Heute befinden sich dort Veranstaltungsräume, die für Feierlichkeiten der Firma Messer dienen oder angemietet werden können. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, da äußerlich im Wesentlichen der Bauzustand von 1910 erhalten ist. Als am 22. Mai 1847 die Bahnstrecke Höchst-Soden, betrieben von der Sodener Actiengesellschaft (Bankhaus Bethmann) eröffnet wurde, war diese in erster Linie für die Kurgäste gedacht. Die Billets - vor allem in der 1. Klasse - waren sehr teuer. Die Züge verkehrten nur in der Sommersaison. Die Lokomotiven der Bahnstrecke Soden-Höchst kamen nicht mehr aus England, wie das bei den frühen Bahnen auf deutschem Gebiet noch meist der Fall war, sondern wurden vom Eisenbahnpionier Emil Kessler in seiner Maschinenfabrik in Karlsruhe gebaut. Sie hießen bezeichnenderweise „Soden“ und „Nassau“. Die Eisenbahn erreichte eine Geschwindigkeit von durchschnittlich 30 Kilometer pro Stunde.  
Bereits 1839/40 wurde die Bahnlinie der Taunusbahn von Frankfurt über Mainz-Kastel nach Wiesbaden mit Halt in Höchst eröffnet, so dass Soden für Kurgäste schnell erreichbar war. Ab 1872 gehörte die Sodener Bahn zur Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung und war mittlerweile ganzjährig in Betrieb. 100 Jahre später erreichte die Strecke der Limesbahn von Schwalbach kommend Bad Soden, das somit direkt an Frankfurt angeschlossen war. Die Strecke war elektrifiziert und ein zweites Bahnsteiggleis erbaut worden. Im Mai 1978 konnte die S 3 zwischen Bad Soden und Frankfurt ihren Betrieb aufnehmen. Seit 1. Juni 1997 wird die Strecke bis Darmstadt weitergeführt und endet nicht mehr – wie zuvor – an der Frankfurter Stresemannallee. 

Heute ist der Sodener Bahnhof mit dem davor liegenden Busbahnhof ein Pendler-Knotenpunkt, der mittels der
S-Bahn-Linie 3, der Regionalbahn nach Höchst sowie zahlreichen lokalen Buslinien die Vortaunusstadt mit der Umgebung und den Gemeinden im Hochtaunuskreis verbindet. Neuerungen sind zu erwarten, wenn die geplante Regionaltangente West fertiggestellt ist. Einen Wetter- und Windschutz will die Deutsche Bahn jedoch möglichst bald installieren. Das frisch renovierte Parkhaus neben dem Busbahnhof ermöglicht auch ein Park + Ride in die Frankfurter Innenstadt.

heuteBlick auf die Rückseite des Bahnhofsgebäudes. Rechts im Bild ist die Skulptur "Drei Grazien".

Alle Abbildungen: Stadtarchiv Bad Soden am Taunus.

In der nächsten Ausgabe Teil 8 spazieren wir mit Ihnen weiter auf das diesjährige Geburtstagskind, die Königsteiner Straße.

Alle Informationen rund um die Stadt Bad Soden am Taunus finden Sie auf unserer städtischen Homepage unter www.bad-soden.de.

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