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Bad Soden am Taunus aktuell

von Freitag, 15. Mai 2020


Aktuelle Infos für Bad Soden am Taunus rund um die Corona-Pandemie: Was ist wieder geöffnet - was bleibt noch geschlossen?

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In einem Sonder-Newsletter vom vergangenen Montag hatten wir Sie bereits über alle aktuellen Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informiert. Heute haben wir nochmal die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

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Weitere Meldungen

KIta-Gebühren werden in Bad Soden am Taunus auch für den Monat Mai nicht eingezogen

kitaDie Kitas in Bad Soden am Taunus werden voraussichtlich erst ab 02. Juni 2020 mit einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen können.
In Abstimmung mit den übrigen Kommunen im Main-Taunus-Kreis hat die Stadt Bad Soden am Taunus entschieden, auch für den Monat Mai den Einzug der Gebühren für alle Formen der Betreuung in Kitas in städtischer Trägerschaft nicht vorzunehmen. Das gleiche Vorgehen wurde auch den konfessionellen
und privaten Trägern empfohlen. Das gilt für alle Kinder, die nicht die Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Zu beachten ist, dass damit noch nicht automatisch der Erlass der Gebühren bzw. der Verpflegungsentgelte verbunden ist, da für diesen Schritt die Zustimmung der Bad Sodener Stadtverordnetenversammlung erforderlich ist. Die nächste Sitzungsrunde wird ab Juni wieder stattfinden.

"Da es für die Bewältigung einer solchen Krise keine Erfahrungswerte gibt, bleibt die Entwicklung in den nächsten Wochen abzuwarten, ehe weitere Entscheidungen über mögliche Lockerungen und dann auch die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Kindertagesstätten getroffen werden können"
, so Bürgermeister Dr. Frank Blasch in einem Brief an die Eltern Bad Sodener Kita-Kinder.

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Sprechstunde mit Bürgermeister Dr. Frank Blasch
Ab sofort können Sie sich Ihren persönlichen Termin für die nächste Sprechstunde mit Bürgermeister Dr. Frank Blasch am Mittwoch, 17. Juni 2020, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr, im Bürgerbüro im Paulinenschlößchen   (Kronberger Straße 1), unter der Telefonnummer +49 6196 208-101 oder per E-Mail an ilka.bobowski@stadt-bad-soden.de reservieren.
"Reifenberger Hof" noch bis 04. November gesperrt
Die Straße "Reifenberger Hof" in Neuenhain ist in Höhe der Hausnummer 6 noch voraussichtlich bis Mittwoch,
04. November 2020, aufgrund einer Baumaßnahme voll gesperrt. Fußgänger können die Baustelle jederzeit passieren. 
Bei Rückfragen stehen Ihnen die Kollegen der Abteilung Sicherheit, Ordnung und Prävention unter der Telefonnummmer +49 6196 208-181 gerne zur Verfügung.
Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
Am Mittwoch, 20. Mai 2020, 20:00 Uhr,  tagt der Haupt- und Finanzausschuss öffentlich im Bürgersaal in Neuenhain (Hauptstraße 45), der nach dem wegen der Pandemie eingeführten Ausnahmeparagraphen 51 a der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) einige Beschlüsse für die Stadtverordnetenversammlung abarbeitet (https://www.bad-soden.de/amtliche-bekanntmachungen/2020/22). Ab Juni soll dann wieder eine reguläre Sitzungsrunde stattfinden.
Neuerungen zu den Lockerungen für Bad Soden am Taunus rund um die Corona-Pandemie

virusIn einem Sonder-Newsletter hatten wir Sie am vergangenen Montag, 11. Mai 2020, über die neuesten Lockerungen für Bad Soden am Taunus im Rahmen der Corona-Pandemie informiert. Heute erhalten Sie alle Informationen nochmals zusammengefasst auf einen Blick:

  • Die städtischen Sporthallen und -plätze sowie die Veranstaltungsräume im Bürgerhaus Neuenhain stehen seit Mittwoch, 13. Mai 2020, wieder eingeschränkt zur Verfügung. Wichtig ist bei der Nutzung, die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten sowie Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen. Duschen und Umkleiden ist nach der Landesverordnung nicht zulässig, deshalb müssen diese Räume weiterhin gesperrt bleiben. Die Toiletten können genutzt werden.
  • Die städtischen Kindertagesstätten Sonnenburg und Am Hübenbusch bleiben weiterhin geschlossen, eine Notbetreuung nach den Vorgaben der Hessischen Landesregierung wird ermöglicht. Aller Voraussicht nach werden die Kitas am Dienstag, 02. Juni 2020, mit einem eingeschränkten Regelbetrieb wieder öffnen. Details hierzu werden rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Alle Verwaltungsstellen sind für den Publikumsverkehr weiterhin geschlossen. Die städtischen Mitarbeiter stehen telefonisch, per E-Mail nach vorheriger Terminvereinbarung auch persönlich für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Selbstverständlich gilt auch hier die Maskenpflicht.
  • Das Bürgerbüro ist weiterhin geöffnet, allerdings nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.
  • Die Stadtbüchereien haben seit dem 04. Mai 2020 wieder geöffnet. Die Möglichkeit, ohne direkten persönlichen Kontakt zu den Mitarbeiterinnen Bücher oder DVDs zurückzugeben und auf einem Wagen im Foyer des Badehauses abzulegen, ist nur eine von mehreren Maßnahmen, um eine Infektion mit dem Coronavirus möglichst auszuschließen. Auf Hinweisschildern werden die Nutzer aufgefordert, eine Maske zu tragen. Der Zugang in die Bücherei wird zudem von Mitarbeitern geregelt, um dafür zu sorgen, dass sich maximal zwölf Personen in die Stadtbücherei im Badehaus und drei in die Bücherei im Stadtteil Neuenhain aufhalten. Außerdem werden die Besucher gebeten, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern einzuhalten. Zusätzlich werden die Laufwege mit Bändern vorgegeben, stehen Körbe für das Sammeln von Medien bereit und wurden transparente Trennwände am Ausgabetresen errichtet.
  • Die Heilquellen sind unter Auflagen wieder für die Quellennutzer geöffnet.
  • Die Öffnung des Minigolfplatzes wird vorbereitet. Der Termin der Öffnung steht noch nicht fest. 
  • Die nächsten Ausstellungen in der Stadtgalerie bzw. im KunstKabinett sollen Anfang Juli gezeigt werden. 
  • Die Bolzplätze bleiben weiterhin gesperrt
  • Das Stadtmuseum soll Anfang Juli zusammen mit der Stadtgalerie wieder geöffnet werden. 
  • Das FreiBadSoden bleibt vorerst geschlossen.
  • Die Sprechstunden der Ortsgerichte in Altenhain und Neuenhain sind Anfang dieser Woche wieder gestartet. Die Sprechstunde des Ortsgerichts in der Kernstadt findet erstmals wieder am Dienstag, 19. Mai 2020, statt.

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Bad Sodener Heilquellen sind unter Auflagen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich

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Seit Mittwoch, 25. März 2020, waren die Bad Sodener Heilquellen aus Sicherheitsgründen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geschlossen. Glücklicherweise hat sich die Ausbreitung des Corona-Virus in unserem Land weiter verlangsamt. Aus diesem Grund wurden von der Hessischen Landesregierung weitere Lockerungsmaßnahmen beschlossen, die seit dem vergangenen Montag, 11. Mai 2020, in Kraft getreten sind.Die Bad Sodener Stadtverwaltung hat in diesem Zusammenhang entschieden, nach den routinemäßigen bakteriologischen Untersuchungen, den Quellenbetrieb unter Nutzungsauflagen wieder freizugeben. Zum Schutz der Heilquellennutzer wird darum gebeten, folgende Hinweise zu beachten: 
  • Die Trinkstelle an der Heilquelle sollte jeweils nur von einer Person betreten werden
  • Der Auslaufhahn der Heilquelle sollte weder mit Körperteilen noch mit Abfüllgefäßen in Berührung kommen
Sprechstunde der externen Gleichstellungsbeauftragten
Die externe Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Soden am Taunus, Kornelia Girsig, steht in ihrer Sprechstunde am letzten Dienstag im Monat von 18.30 bis 19.30 Uhr im Rathaus, Königsteiner Straße 73 insbesondere zur Vermittlung von Hilfsangeboten, Dienstleistungen, Gruppen oder Angeboten in Notlagen zur Verfügung. Der nächste Termin findet am 26. Mai 2020 statt.
Bitte klingeln Sie an der Rathaustür. Frau Girsig ist außerdem unter der E-Mailadresse gleichstellungsbeauftragte@bad-soden.de und der Telefonnu,,er +49 175 7547814 zu erreichen. 

Stadtbüchereien sind wieder für Sie geöffnet
Seit dem 04. Mai 2020 sind die Stadtbüchereien wieder für Sie geöffnet
Zur großen Freude der Bad Sodener Lesefreunde haben seit dem 04. Mai die Bad Sodener Stadtbüchereien wieder mit kleinen Einschränkungen geöffnet. 
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Bitte beachten Sie die Abstands- und Hygienevorschriften
Auf Hinweisschildern werden die Nutzer aufgefordert einen Mund-Nasen-Schutz – also eine Maske – zu tragen. Der Zugang in die Bücherei wird zudem von Mitarbeitern geregelt, um dafür zu sorgen, dass sich maximal zwölf Personen in die Stadtbücherei im Badehaus und drei in die Bücherei im Stadtteil Neuenhain aufhalten. Außerdem sind die Besucher aufgefordert, einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Besuchern einzuhalten. Zusätzlich werden die Laufwege mit Bändern vorgegeben, stehen Körbe für das Sammeln von Medien bereit und wurden transparente Trennwände am Ausgabetresen errichtet.  

Gewünschte Medien können vorab bestellt werden
Auch gut funktioniert, die gewünschten Medien vorab zu bestellen. Wer bis 17:00 Uhr seine „Wunschliste“ telefonisch oder per E-Mail (stadtbuecherei@stadt-bad-soden.de) durchgibt, kann am folgenden Tag zum Abholen kommen. 

Für weitere Informationen steht das Team der Stadtbücherei im Badehaus unter der Telefonnummer
 + 49 6196 208-255 und in Neuenhain unter -362 gerne zur Verfügung.

Zu den Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Bad Soden am Taunus

Telefonische Terminvereinbarung beim Bürgerbüro möglich

sprechstundenAufgrund der Corona-Pandemie sind die Türen des Bürgerbüros im Paulinenschlößchen derzeit geschlossen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Mitarbeiter nicht erreichbar für Sie sind. Hinsichtlich einer möglichen Infektionsgefahr ist der Besucherverkehr notwendigerweise eingeschränkt.  
Für die beispielsweise persönliche Beantragung oder Abholung eines Passes oder einer Wohnsitzmeldung ist es aktuell notwendig, vorab telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Das Bürgerbüro ist unter der Telefonnummer + 49 6196 208-800 erreichbar. Via Telefon bekommen Sie einen Termin und eine so genannte „Klingelnummer“ mitgeteilt, welche angewählt werden sollte, sobald Sie zu Ihrem vereinbarten Termin vor der Tür des Bürgerbüros stehen. Sie werden anschließend persönlich  hereingelassen. 
Diese Abläufe wurden zur Sicherheit von Bürgern und Mitarbeiterin eingerichtet, damit der Begegnungsverkehr so gering wie möglich gehalten werden kann. Bitte beachten Sie, dass die „Klingelnummer“ keine Telefondurchwahl ins Bürgerbüro darstellt und das Team des Bürgerbüros darum bittet, diese „Klingelnummer“ nicht weiterzugeben. 
Die Arbeitsabläufe im Bürgerservice sollten nicht beeinträchtigt werden.

Die Mitarbeiter des Bürgerbüros sind von Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr sowie am Samstag von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der oben genannten Telefonnummer erreichbar.  

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Schulen in Corona-Zeiten: Digital durch die Krise

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 "Gerade angesichts der Corona-Krise wollen wir die Schulen   unterstützen“: So fasst Landrat Michael Cyriax das     Engagement  des Kreises als Schulträger bei den digitalen   Leistungen zusammen. Noch auf längere Sicht sei Unterricht in   der traditionellen Form nicht möglich, daher biete der Kreis   über sein Medienzentrum Unterstützung mit Online-Angeboten   und Geräten an. Als Beispiel nennt der Landrat die   Webkonferenzplattform BigBlueButton, die das Medienzentrum   und der Kreis in Kooperation mit dem Medienzentrum   Wiesbaden eingerichtet haben.
Konferenzplattform für Lehrkräfte
Auf ihr könnten sich die Lehrerinnen und Lehrer unter sicheren Datenschutzbedingungen mit ihren Schülerinnen und Schülern austauschen. Die Plattform hat nach Angaben des Medienzentrumsleiters Thomas Scharhag regen Zulauf. Weiterhin verfügt das Medienzentrum über eine mit über 3000 online verfügbaren Medien gefüllte Mediathek. Lehrer können sie kostenlos nutzen und auf diese Weise den Schülern Unterrichtsmedien zur Verfügung stellen. Zudem habe das Medienzentrum den Schulen mehr als 50 iPads zur Verfügung gestellt, die im derzeitigen Notbetrieb eingesetzt, aber auch Schülern ohne eigene Technik zur Verfügung gestellt werden könnten. Gewiss reiche die Zahl nicht aus, um flächendeckend all diejenigen, die sich kein eigenes Gerät leisten können, zu unterstützen. Aber derzeit gebe es Pläne auf Landes- und Bundesebene, zusätzliche Gelder zur Verfügung zu stellen, um einkommensschwache Familien zu unterstützen. Die Details müssten aber noch geregelt werden, erläutert Cyriax. 

Beim Homeschooling, dem Fernunterricht zuhause, unterstütze der Kreis die Schulen und Lehrkräfte nach seinen Möglichkeiten. Zudem solle das Land Hessen in den kommenden Wochen sein Schulportal in vollem Umfang allen Schulen zur Verfügung stellen; bislang seien nur bestimmte Module freigegeben.

Die Zeit bis dahin könne für die Schulung der Lehrkräfte genutzt werden. Als weiteres Beispiel für die Unterstützung von Schulen nannte der Landrat den Medienentwicklungsplan, der derzeit zusammengestellt werde. Er bietet den Rahmen für die digitale Weiterentwicklung in den Klassenräumen. In einem Showroom des Medienzentrums könnten Lehrer demnächst die Ausstattung testen, die in den kommenden Jahren in den Schulen eingesetzt werden soll.

Auf dem Bild zu sehen ist die Arbeit mit der Wekonferenzplattform BigBlueButton. Foto: MTK
Soden um 1900: Kur und Landwirtschaft prägten das Leben im Ort

postkarteBlick vom Dachberg auf Soden mit evangelischer Kirche, Postkarte um 1890.

Als im Jahr 1900 das erste Mal in Soden eine Zeitung erschien – die Sodener Zeitung – gab es im Ort exakt 1.768 Einwohner und 260 Häuser. Viele betrieben Landwirtschaft, zumindest nebenberuflich. Die Haupteinnahmequelle war jedoch die Kur. 1900 kamen über 3.000 Kurgäste in den kleinen Ort am Taunusrand, allerdings nur in den Sommermonaten. Zudem existierte, wie der Schornstein hinter der evangelischen Kirche im Ortskern verrät, bereits eine Fabrik zur Produktion der Sodener Mineralpastillen, die im Quellenhof (dem heutigen Lokal Rocco) betrieben wurde.

Die Kur
Die meisten Hotels und Kurvillen lagen an der Hauptdurchgangsstraße, der Königsteiner Chaussee. So zum Beispiel der Europäische Hof – das zweite Gebäude auf der linken Seite. Heute steht dort ein Neubau der 1960er-Jahre, der Europahof). Das erste Gebäude links, ein Eckhaus, ist die Villa Rheinfels. Heute wird dort im Erdgeschoss ein Eiscafé betrieben. Überhaupt kann man an diesem Abschnitt der Königsteiner Straße, etwa in Höhe der Einmündung zur Alleestraße, noch gut die Bebauung jener Zeit mit Kurvillen nachvollziehen.
Als Kurmittel standen den Gästen ein Kurhaus (gelegen nördlich des Alten Kurparks – heute steht dort das H+ Hotel) und ein Badehaus im Alten Kurpark sowie eine hölzerne Trinkhalle im Quellenpark (heute Neubau Tanzschule Pelzer) zur Verfügung.
Neben der Trink- und Badekur wurde seit den 1880er-Jahren in Soden als neue Therapieform auch die Inhalation angeboten. Dies geschah damals im sog. Parkinhalatorium, das hinter der Konzertmuschel im Alten Kurpark lag. Im Zweiten Weltkrieg wurde es jedoch stark beschädigt und musste nach dem Krieg abgetragen werden.
Das Bahnhofsgebäude vor den Umbauten um 1909. Sammlung Wilfried Sindt.

Frühe Fortschritte
Einst in erster Linie für die Kurgäste gebaut, nutzten auch die Sodener die bereits 1847 erbaute Bahnlinie von Höchst nach Soden. Ab 1891 verkehrten jeweils zwei Züge direkt (ohne Umsteigen in Höchst) zwischen Soden und Frankfurt. Das Bahnhofsgebäude, das heute unter Denkmalschutz steht, und erst vor wenigen Jahren von der Firma Messer aufwändig saniert wurde, bestand damals noch aus zwei ebenerdigen Seitengebäuden und einem einstöckigen Mittelbau, der als offene Halle konzipiert war. Auch dass es in Soden bereits seit 1893 elektrischen Strom gab, war in erster Linie dem Kurbetrieb zu verdanken.
kurPostkarte um 1900 mit Kurhaus und Badehaus sowie Burgbergturm, der 1900 vom Taunusklub erbaut wurde. Das Badehaus ist an den Seitenflügeln noch nicht aufgestockt.

Das Leben der Dorfbewohner
Seit 1866 stand das einstige Reichsdorf, das 1803 nassauisch geworden war, unter preußischer Regierung. Seit 1868 zählte es zu der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Offenbar arrangierten sich die Einwohner ganz gut mit dieser Situation. Im Juli 1900 gründeten sie neben der „Germania“ einen weiteren Militärverein. 1895 war in Erinnerung an die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71 im Kurpark ein Kriegerdenkmal errichtet worden. 1885 war schon eine „Bismarck-Eiche“ gepflanzt worden. Bürgermeister der kleinen Gemeinde war von 1893 bis 1912 Georg Busz. Es gab bereits die für Orte dieser Größe typischen Vereine: die Freiwillige Feuerwehr, den Taunusklub, den Imkerverein, den Obst- und Gartenbauverein und einen Turn- und Sportverein. Bereits 1888 war in Soden der Vaterländische Frauenverein, ein Vorläufer des Deutschen Roten Kreuzes, gegründet worden. Vorsitzende war die Frau des Sanitätsrats Otto Thilenius, Johanna. Das Ziel des Vereins war zunächst die Versorgung von Kriegsverletzten und die Krankenpflege. 1896 gründete sich auch eine männliche Rot-Kreuz-Gruppe in Soden als Zweigverein des Höchster Vereins.

hauptstraßeDie Hauptstraße (heute Straße Zum Quellenpark) um 1900. Blick von der Ecke Königsteiner Straße in Richtung Haus Reiss.                                                                                                                                           Alle Abbildungen: Stadtarchiv

In Soden waren bedingt durch die Anlehnung des Ortes an Frankfurt fast alle Einwohner evangelisch. Die evangelische Kirche befand sich an der Hauptstraße im alten Ortskern. Sie steht heute noch, auch wenn sich der Ortsmittelpunkt Richtung Königsteiner Straße verlagert hat. Für die wenigen Katholiken, darunter auch Kurgäste, stand seit 1864 neben dem heutigen H+ Hotel eine Kapelle zur Verfügung.

Alle Informationen rund um die Stadt Bad Soden am Taunus finden Sie auf unserer städtischen Homepage unter www.bad-soden.de.

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